Hege & Pflege

 

Update 2. Mai 2015:
Die Hasen (oder wer auch immer) fressen die Blätter unserer jungen Krautpflanzen ab. Bedä hat einen subbä Hasenschreck gebaut (siehe Bild). Die Zwiebeln buddelt auch jemand aus. Jetzt haben wir sie schon zweimal wieder reingesteckt. Regelmäßige Aggä-Patrouille ist angesagt. Aber die ersten Zwiebeln treiben schon, hurra.

Update 1. Juni 2015:
Alles wächst subbä! Das Unkraut nun auch. Also auf jetzt zum ersten Striegeln und Hacken …

Update 3. Juni 2015:
Striegel ned gbrauchd. Ruckzuck mit den Häufelscharen durchgefahren. Die haben das meiste Unkraut mit rausgerupft. Hacken per Hand mussten wir dann nur die Reihen mit Kraut und Zwiebeln.
So eine Rau-Kombi ist wirklich ein tolles Ding! Sogar die Breite der Scharen lässt sich verstellen, damit die Erde schön hoch angehäufelt wird.
Filibb wurde mal vorne aufm Deutz als Gegengewicht gebraucht (siehe Bild). Das kommt davon, wenn Madse falschrum übern Aggä fährt. Dann hebt der Deutz vorne ab.
Filibb hat gehört, man sagt für heuer eine große Kartoffelkäferplage und Krautfäule voraus. Also weiter immer schön Patrouille machen.

Update 16. Juni 2015:
Also – Kartoffelkäferabsammelparties haben noch nicht stattgefunden. Die Plage blieb uns bislang erspart. Es wurden lediglich einmal zwei und einmal drei Käfer gesichtet.
Leider erwischte unseren Bestand nun bereits im ersten Jahr Alternaria (Dürrefleckenkrankheit) und die Krautfäule. Wir stimmten ab und entschlossen uns, Kupfer zu sprühen. Das wird auch im Ökolandbau verwendet, sagt unser Agraaminisder Filibb. Da wir es zeitig entdeckten, hoffen wir, damit auszukommen. Fungizide – bäääh! – war die fast einhellige Meinung im Öädöpfl-Drübbla. Und so rückte die Unterabteilung ‚Schbridzdrübbla‘ mit drei großen Spritzen aus. Mann oh Mann, was sind 6 mal 100 Meter lang (Anzahl und Länge unserer Kartoffelreihen).

Update 9. Juli 2015:
Nun also doch: Kartoffelkäfer 🙁
‚Dreggsgäfeä‘ sagt Madse.
Getreu unserem Motto ‚möglichst wenig Gift‘ wurde Neembaumextrakt gesprüht. Soll wohl ganz gut helfen, wenn man bald nach der Eiablage damit beginnt.
Daumen drücken …

Update 23. August 2015:
Einige Dreggsgäfeä haben natürlich das Neem überlebt und sich munter vermehrt. Das Kartoffellaub sieht scho a weng gerupft aus. Aber den Öädöpfln geht’s prima. Sie wachsen und gedeihen. A bissl grün sind sie noch, so dass der Erntetermin vorläufig für Ende September vorgesehen ist.
Aber heute – an einem strahlend schönen Sonntagmorgen – haben wir die Zwiebeln rausgeholt. Eine Kiste für jede Familie. Eine Freude! Weißkohlköpfe wurden schon öfter gemopst. Im Öädöpfl-Drübbla ist nämlich das Krautsalatfieber ausgebrochen. Schmeckt ja auch lecker zur Brotzeit oder beim Grillen. Auch Möhren (wir haben hunderte) haben wir geerntet. Oh, wie die duften … und schmecken! Die Kürbisse brauchen noch ein bisschen.
Filibb meinte, die Kartoffelreihen, die wir im Herbst mit Mist gedüngt hatten, stehen nun besser da. Vielleicht liegt’s aber auch an der Sorte – das sind die Reihen mit der ‚Birgit‘. Die Bamberger Hörnla sind auf jeden Fall am wenigsten widerstandsfähig. Kriegen alle Seuchen am schlimmsten. Das sagte neulich auch ein alterfahrener Kartoffelbauer zu uns. Er baut deswegen keine mehr an.
Nun fahren die angehenden Bauern erstmal nacheinander in die Ferien. Zur Haupternte gibt’s dann nochmal ein Update …

Übrigens: den ganzen großen Acker oberhalb unserer Reihen hatte Madse mit Veitshöchheimer Bienenweide eingesät – als Futter für seine Bienenstöcke oben bei den Obstbäumen. Das ist vielleicht eine Pracht! Ein herrliches buntes Durcheinander aus Sonnenblumen, wilden Malven, Borretsch, Dill, Ringelblumen, Natternkopf, Königskerzen, Kleearten … und vielem mehr
Ein wunderschöner Gegenentwurf zu den allgegenwärtigen Maismonokulturen.

©U

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