Mallorca

 Nord natürlich!

Also ich war ja in den Sechzigern schon mal auf der ‚Hausfraueninsel‘, viel mitbekommen habe ich damals nicht. Ich war nämlich noch nicht geboren. In den nächsten fast viereinhalb Jahrzehnten hat mich so gar nichts auf den Ballermann gezogen.

Im Herbst 2009 wollten wir aber noch etwas Sonne tanken, für den bevorstehenden langen kalten Winter, und haben uns im Norden Mallorcas eine Unterkunft gesucht. Gefunden haben wir Apartamentos Don Miguel in Port de Pollença.
Fragt nicht!
Ok, wir hatten ein Dach über dem Kopf, mehrere durchgelegene Betten und ein Bad, das eine Grundreinigung von Ulli bekam. Das war es aber auch.

Ein absolutes Highlight in Port de Pollença ist allerdings der Celler la Parra. Ein echt mallorquinischer Keller, in dem sich auch die Einheimischen treffen.  Dort gibt es sehr gute traditionelle Gerichte vom Holzgrill.  wir hatten dort einen schönen Abend mit einem sehr leckeren Essen. Als wir die Rechnung wollten, kam der Kellner und murmelte etwas von “ I’ve made a little desaster.“ Und präsentierte uns den Kassenbon, auf dem Ullis Lamm mit 1.919€ gebont war. Glücklicherweise konnte er es noch stornieren. Wäre eng geworden in der Urlaubskasse. Den Bon haben wir aufgehoben und an unsere Trophäentür im Garderoben – Bauernschrank gehängt. (Bild 13)

Im Herbst ist die Insel schön leer und ruhig. Man kann ohne Menschenmassen schöne Orte anschauen und verbringt einige Zeit damit ein offenes Restaurant zu finden.

Wir hatten als Mietwagen einen tollen Fiat Panda (ein unglaubliches Kraftpaket, wenn Ihr mich fragt), der von uns die Serra de Tramuntana hoch und runter geprügelt wurde, uns aber nie im Stich ließ.

Die Insel bietet sehr viel mehr, als man denkt. Strand, Ballermann, Disko, Sangria und Rummel ist nicht so unsers, wir kamen aber voll auf unsere Kosten. Es gibt, gerade im Norden, eine wunderschöne Landschaft, kleine schnuckelige Dörfer, Straßen mit sehr sehr vielen Kurven und viele schöne weite Blicke.

Sehenswert ist unter Anderem Valldemossa im Nordwesten der Insel. In der dortigen Kartause haben George Sand  und der polnische Komponist Frédéric Chopin den Winter 1838/39 verlebt. Die alte Apotheke des Kartäuserklosters mit Apothekergefäßen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die Zellen, die von George Sand und Frédéric Chopin bewohnt wurden, die Lage des Klosters sowie die kleinen Gassen des Ortes sind beeindruckend.

©J

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©U&J

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